Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 27.04.2026 - 03.05.2026
AI Market Digest
Der weltweite Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 27.04. bis zum 03.05.2026 einen einheitlichen Aufwärtstrend in fast allen wichtigen Sektoren, insbesondere bei Energie und Edelmetallen. Der zusammengesetzte Rohstoffpreisindex blieb vor dem Hintergrund einer kräftigen Erholung der weltweiten Nachfrage und anhaltender geopolitischer Einflüsse auf die Lieferketten im grünen Bereich. In Vietnam führt diese Entwicklung zu einem gewissen Druck auf die Inputkosten produzierender Unternehmen, eröffnet jedoch auch Chancen für wichtige Exportgüter.
GRUPPE: Agrarrohstoffe
Der Weltmarktpreis für Zucker verzeichnete in dieser Woche mit einem Anstieg von 2,33 % das beeindruckendste Wachstum innerhalb der Agrargruppe und schloss am 03.05.2026 bei 14,95 US-Cent/lb. Dies ist ein positives Signal für die heimische Zuckerindustrie, da der umgerechnete Weltmarktpreis etwa 8,68 Millionen VND/Tonne entspricht. Daneben zeigten sich auch andere Produkte stabil:
- Arabica-Kaffee: Hielt sich weiterhin auf einem hohen Niveau von 286,40 US-Cent/lb (ca. 166,4 Millionen VND/Tonne), ein leichter Anstieg von 0,3 % gegenüber Wochenbeginn.
- Kautschuk: Handel bei 215,40 JPY/kg, ein Plus von 0,37 %, was auf eine stabile Nachfrage der globalen Reifenindustrie hindeutet.
- Futtermittelrohstoffe: Mais stieg um 0,75 % auf 468,25 US-Cent/bu; Sojabohnen legten um 0,49 % auf 1.187,80 US-Cent/bu zu. Dieser Anstieg könnte in der kommenden Zeit den Druck auf die Viehhaltungskosten in Vietnam erhöhen.
- Kakao: Hielt sich bei 3.596,00 USD/mt, ein leichter Anstieg von 0,76 %.
Ursachen: Ungünstige Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten in Südamerika und Südostasien haben das Angebot an Zucker und Kaffee verknappt. Bei Getreide haben gestiegene Logistikkosten und Energiepreise die Selbstkosten auf ein neues Niveau gehoben.
Ausblick für die kommende Woche: Die Agrargruppe dürfte sich voraussichtlich seitwärts bewegen oder leicht ansteigen. Investoren sollten die Wettervorhersagen in Brasilien und Vietnam für Kaffee und Zucker genau beobachten.
GRUPPE: Metalle
Der Edelmetallmarkt erlebte einen Boom bei Silber mit einem Anstieg von 1,98 % auf 75,16 USD/toz, während Gold seine Position als sicherer Hafen auf einem Rekordpreisniveau behauptete. Konkret schloss der Goldpreis die Woche bei 4.612,50 USD/toz (entspricht etwa 146,5 Millionen VND/Tael), ein Wochenplus von 0,22 %.
- Platin: Verzeichnete einen Aufwärtstrend von 0,55 % auf 2.022,95 USD/toz.
- Industriemetalle: Aluminium stieg um 1 % auf 3.518,40 USD/mt; Zink legte um 0,83 % auf 3.340,40 USD/mt zu.
- Kupfer: Zeigte eine gegensätzliche Entwicklung mit einem leichten Rückgang von 0,47 % auf 598,60 US-Cent/lb, was die kurzfristige Zurückhaltung der globalen Bauindustrie widerspiegelt.
Ursachen: Ein leicht schwächerer US-Dollar und die Erwartung von Zinsanpassungen durch große Zentralbanken haben Kapital in Edelmetalle fließen lassen. Die Nachfrage nach Aluminium und Zink stieg aufgrund forcierter Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien.
Ausblick für die kommende Woche: Der Goldpreis wird sich wahrscheinlich um die Marke von 4.600 USD konsolidieren, bevor ein neuer Trend festgelegt wird. Industriemetalle werden stark von den anstehenden Einkaufsmanagerindizes (PMI) der großen Volkswirtschaften abhängen.
GRUPPE: Energie
Der Rohölpreis verzeichnete eine starke Woche, wobei WTI mit einem Anstieg von 2,98 % den Aufwärtstrend anführte und bei 101,94 USD/bbl schloss. Rohöl der Sorte Brent stand dem mit einem Plus von 2,02 % auf 108,17 USD/bbl am 03.05.2026 in nichts nach, was etwa 2,85 Millionen VND/Barrel entspricht.
- US-Erdgas: Stieg um 0,47 % und hielt sich bei 2,78 USD/mmbtu.
- Kohle: Stabil bei 133,90 USD/mt mit einer vernachlässigbaren Schwankung (+0,07 %).
Ursachen: Zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie die anhaltende Produktionsdrosselung durch die OPEC+ haben den Ölpreis über die 100-USD-Marke getrieben. Auch die sommerliche Reisesaison auf der Nordhalbkugel beginnt sich positiv auf die Kraftstoffpreise auszuwirken.
Ausblick für die kommende Woche: Der Aufwärtsdruck bleibt bestehen. In Vietnam könnten die inländischen Kraftstoffpreise bei einer Fortsetzung dieses Trends in der nächsten Anpassungsperiode unter Druck geraten, zu steigen.
GRUPPE: Lebensmittel
Der Lebensmittelmarkt blieb stabil mit leichten Schwankungen, wobei der Preis für Schweinefleisch um 0,67 % auf 92,83 USD/lbs stieg. Andere Produkte in dieser Gruppe zeigten keine großen Ausschläge:
- Rindfleisch: Handel bei 354,45 BRL/kg, ein leichter Anstieg von 0,23 %.
- Geflügel: Hielt den Preis von 7,17 BRL/kg gegenüber der Vorwoche.
Ursachen: Das Angebot an Schweinefleisch in großen Märkten wie den USA und China zeigt Anzeichen einer leichten Verknappung, während die Binnennachfrage in diesen Ländern stabil blieb.
Ausblick für die kommende Woche: Die Lebensmittelpreise dürften sich kaum verändern, da das globale Angebot weiterhin im Gleichgewicht mit der Nachfrage steht.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
In der vergangenen Woche zeigten die folgenden drei Rohstoffe die bemerkenswertesten Entwicklungen:
- Rohöl WTI (+2,98 %): Der Rohstoff mit dem stärksten Anstieg, der die psychologische Marke von 100 USD/bbl durchbrach und eine Phase hoher Energiekosten signalisiert.
- Zucker (+2,33 %): Starker Aufwärtstrend nach einer Phase der Seitwärtsbewegung, was auf ein kurzfristiges Angebotsdefizit hindeutet.
- Silber (+1,98 %): Zog in dieser Woche spekulatives Kapital stärker an als Gold.
- Kupfer (-0,47 %): Einer der wenigen Rohstoffe in der Metallgruppe mit roten Vorzeichen, was eine Differenzierung in der industriellen Nachfrage zeigt.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (04.05.2026 - 10.05.2026)
Trendprognose:
- Energie: Fortsetzung des Aufwärtstrends aufgrund geopolitischer Faktoren. WTI könnte den Bereich von 105 USD ansteuern.
- Metalle: Gold und Silber werden auf hohem Niveau bleiben. Basismetalle wie Aluminium könnten aufgrund steigender Energiekosten weiter steigen.
- Agrarrohstoffe: Kaffee- und Zuckerpreise werden auf hohem Niveau verharren; Getreide könnte leicht mit den Ölpreisen steigen.
Zu beobachtende Risikofaktoren:
Unternehmen und Investoren sollten besonders auf den US-Dollar-Index (DXY) und die Rohöllagerbestandsberichte achten. In Vietnam werden Wechselkursschwankungen und Energiepreise die zwei Schlüsselfaktoren sein, die die Gewinnmargen von Unternehmen beeinflussen, die Produktionsrohstoffe importieren. Es wird empfohlen, dass Unternehmen Terminkontrakte in Betracht ziehen, um Inputpreise zu sichern und das Risiko kurzfristiger Preisschwankungen bei Energie und Agrarrohstoffen zu vermeiden.
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