Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 10.08.2026 - 16.08.2026
AI Market Digest
Der Rohstoffmarkt in der Woche vom 10.08.2026 bis zum 16.08.2026 verzeichnete einen leichten und stabilen Wachstumstrend in fast allen Branchen, vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Risiken und positiver Signale aus wichtigen Exportmärkten. Der globale Rohstoffpreisindex wurde durch die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und den Russland-Ukraine-Konflikt sowie durch makroökonomische Informationen gestützt, die für die Exporte Vietnams nach China und Japan günstig sind.
GRUPPE: Agrarrohstoffe
Der Agrarmarkt erlebte in dieser Woche eine einheitliche Erholung, insbesondere bei Grundnahrungsmitteln wie Zucker und Reis. Der Weltmarktpreis für Zucker schloss die Woche bei 16,60 US-Cents/lb, ein Anstieg von 1,31 % gegenüber der Vorwoche, während der Reispreis um 1,51 % auf 13,98 USD/CWT stieg. Andere Rohstoffe wie Kautschuk (221,30 JPY/kg), Arabica-Kaffee (314,30 US-Cents/lb) und Sojabohnen (1.177,80 US-Cents/bu) konnten ebenfalls ein stabiles Wachstum von unter 1 % halten.
- Ursachen für die Schwankungen: Nachrichten darüber, dass China und Japan am 17.08. gemeinsam "gute Nachrichten" für vietnamesische Agrar- und Forstprodukte meldeten, sorgten für Optimismus bei den regionalen Investoren. Zudem lösten die gleichzeitigen Angriffe auf Russland und die Ukraine Sorgen über Unterbrechungen der globalen Getreideversorgungskette aus, was die Preise für Mais und Sojabohnen leicht ansteigen ließ.
- Vietnamesischer Markt: Die Holz- und Forstwirtschaft erhielt positive Signale durch Exportaufträge nach Ostasien, was die Position vietnamesischer Waren auf der internationalen Landkarte stärkte.
- Ausblick für die nächste Woche: Der leichte Aufwärtstrend könnte sich fortsetzen, wenn die Handelshemmnisse in den Schlüsselmärkten weiter abgebaut werden.
GRUPPE: Metalle
Die Preise für Edelmetalle und Industriemetalle blieben während der gesamten Handelswoche im grünen Bereich, dank der Nachfrage nach sicheren Häfen und großen Infrastrukturprojekten. Gold behauptete seine Position bei 4.375,50 USD/toz (entspricht etwa 137,9 Millionen VND/Tael), ein Anstieg von 0,13 %. Bemerkenswert ist, dass Platin mit 1,43 % den stärksten Anstieg der Gruppe verzeichnete und 1.756,90 USD/toz erreichte. Industriemetalle wie Kupfer (659,95 US-Cents/lb) und Zink (3.758,30 USD/mt) wuchsen ebenfalls stabil.
- Ursachen für die Schwankungen: Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten (Iran beschuldigt Katar, einen Piloten festzuhalten) und die Erschöpfung der US-Bestände an THAAD-Raketen trieben Kapital in Gold und Silber. In Vietnam schaffen die Genehmigung der Ausschreibungsunterlagen für ein Stadtgebiet im Wert von über 20.000 Milliarden VND sowie Infrastrukturprojekte wie die Tran-Hung-Dao-Brücke und das Terminal T2 in Phu Quoc große Erwartungen an die Nachfrage nach Baumetallen wie Stahl, Aluminium und Kupfer.
- Ausblick für die nächste Woche: Die Edelmetallgruppe wird weiterhin empfindlich auf militärische Entwicklungen in Osteuropa und im Nahen Osten reagieren.
GRUPPE: Energie
Die Energiepreise schwankten in einer engen Spanne mit einem leichten Aufwärtstrend, was die Sorgen um die regionale Versorgung widerspiegelt. Brent-Rohöl schloss die Woche bei 88,52 USD/bbl (+0,21 %), während US-Erdgas stark um 1,85 % auf 2,73 USD/mmbtu stieg. Kohle blieb bei 129,25 USD/mt stabil.
- Ursachen für die Schwankungen: Ein verheerendes Erdbeben in Indonesien, bei dem 51 Menschen ums Leben kamen, löste Besorgnis über den Abbau und Transport von Energie in diesem führenden Kohleexportland aus. Gleichzeitig schuf der Abzug eines US-Flugzeugträgers aus Ostasien ein "Sicherheitsvakuum", was die Risikoprämien auf den Schifffahrtsrouten für Öl und Gas erhöhte.
- Ausblick für die nächste Woche: Der Brent-Ölpreis könnte die Marke von 90 USD/bbl testen, falls die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in Russland und der Ukraine weiter eskalieren.
GRUPPE: Lebensmittel
Der Lebensmittelmarkt blieb in einer Seitwärtsbewegung mit unbedeutenden Schwankungen. Schweinefleisch stieg leicht um 0,46 % auf 81,75 USD/lbs. Rind- und Hühnerfleisch blieben nahezu unverändert bei 346,75 BRL/kg bzw. 7,20 BRL/kg.
- Marktumfeld: Trotz stabiler Weltmarktpreise interessiert sich der Inlandsmarkt für das Aufkommen neuer Elektrofahrzeugmodelle wie den BYD Sealion 5. Dies deutet indirekt auf eine Veränderung der Konsumgewohnheiten und der Logistik hin, was langfristig die Kosten für die Lebensmittelverteilung beeinflussen könnte.
- Ausblick für die nächste Woche: Die Lebensmittelpreise werden voraussichtlich stabil bleiben, sofern es keine größeren Schwankungen bei den Futtermittelkosten (Sojabohnen, Mais) gibt.
Bemerkenswerte Rohstoffe der Woche
- Erdgas (+1,85 %): Der Rohstoff mit dem stärksten Wachstum aufgrund von Versorgungssorgen und Angriffen auf die Energieinfrastruktur in Europa.
- Reis (+1,51 %): Positive Reaktion auf neue Exportvereinbarungen von Vietnam mit japanischen und chinesischen Partnern.
- Platin (+1,43 %): Profitierte von der Erholung der industriellen Produktion und der Nachfrage nach Investitionen als Goldalternative.
Prognose und Empfehlungen für die nächste Woche (17.08.2026 - 23.08.2026)
Trendprognose: Der Rohstoffmarkt wird in der kommenden Woche voraussichtlich weiterhin stark von geopolitischen Faktoren beeinflusst werden. Die Gruppen Energie und Edelmetalle bleiben Investitionsschwerpunkte, da die Konflikte keine Anzeichen einer Entspannung zeigen. Die Gruppe der Agrarrohstoffe in Vietnam wird dank unterstützender Exportnachrichten eine gute Wachstumsdynamik aufweisen.
Zu beobachtende Risikofaktoren:
- Kriegsgeschehen: Direkte Angriffe auf die Hauptstädte Russlands und der Ukraine könnten jederzeit zu Preisschocks bei Energie und Getreide führen.
- Finanzen: Die Bankzinsen in Vietnam (MB, Agribank, Vietcombank...) zeigen Anzeichen einer Anpassung, was sich direkt auf den Kapitalfluss von Rohstoffhandelsunternehmen auswirkt.
- Wetter: Naturkatastrophen wie das Erdbeben in Indonesien oder die Regen- und Hochwassersaison, die den Infrastrukturbau in Hanoi beeinträchtigen, könnten den Verbrauch von Industriemetallen verlangsamen.
Empfehlung: Agrarexportunternehmen sollten den Zeitpunkt der "guten Nachrichten" aus China und Japan nutzen, um Verträge abzuschließen. Investoren in Edelmetalle sollten bei technischen Korrekturen vorsichtig sein, da der Goldpreis bereits auf einem Rekordniveau liegt.
Diese Analyse teilen: