insights Wöchentliche Marktanalyse date_range KW 31/2026: 27.07.2026 – 02.08.2026

Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 27.07.2026 - 02.08.2026

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AI Market Digest

Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 27.07.2026 - 02.08.2026

Der globale Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 27.07. bis zum 02.08.2026 einen weit verbreiteten Aufwärtstrend in fast allen Schlüsselsektoren, vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und einer abwartenden Haltung gegenüber der Geldpolitik. Die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinssätze unverändert zu lassen, hatte multidimensionale Auswirkungen auf den Aktien- und Rohstoffmarkt in Vietnam. Insbesondere die Konflikte in der Schwarzmeerregion zwischen Russland und der Ukraine, einschließlich der Angriffe auf Ölraffinerien und den Hafen von Odessa, wurden zu den Haupttreibern für den Anstieg der Energiepreise und strategischer Agrarrohstoffe.

GRUPPE: Energie

Die weltweiten Rohölpreise setzten ihren stabilen Aufwärtstrend in der vergangenen Woche mit einem Plus von über 1 % fort, bedingt durch Sorgen über Versorgungsunterbrechungen in Osteuropa. Konkret schloss Brent-Rohöl die Woche bei 87,93 USD/bbl (+1,21 %), während WTI-Rohöl 84,67 USD/bbl (+1,29 %) erreichte.

  • Ursachen: Berichte über ukrainische Angriffe auf Bomberstützpunkte und große russische Ölraffinerien haben die Risikoprämien für die Versorgung direkt in die Höhe getrieben. Zudem machen die Kriegshandlungen bei Odessa und Anzeichen für mögliche russische Landungsoperationen den Energie-Transportkorridor durch das Schwarze Meer prekär.
  • Erdgas und Kohle: US-Erdgas stieg leicht um 0,4 % auf 2,75 USD/mmbtu. Kohle blieb bei 134,00 USD/mt (+0,04 %) stabil, da die Stromnachfrage für den Sommer weiterhin auf einem hohen Niveau liegt.
  • Ausblick für die kommende Woche: Die Energiepreise könnten weiterhin stark schwanken, sollten die Angriffe auf die russische Öl- und Gasinfrastruktur anhalten. Investoren sollten die Schritte der OPEC+ angesichts dieser neuen Entwicklungen genau beobachten.

GRUPPE: Agrarrohstoffe

Der Agrarmarkt erlebte einen starken Durchbruch bei Kaffee und Kautschuk, unterstützt durch logistische Faktoren und eine Erholung der Nachfrage. Arabica-Kaffee war mit einem Anstieg von 2,8 % auf 332,10 UScents/lb (entspricht etwa 192,5 Millionen VND/Tonne) der beeindruckendste Wert der Gruppe.

  • Preisbewegungen: Kautschuk erreichte 216,30 JPY/kg (+1,31 %), Zucker stieg um 1,59 % auf 14,66 UScents/lb. Getreideprodukte wie Mais (+1,12 %, auf 440,75 UScents/bu) und Sojabohnen (+0,45 %, auf 1.172,00 UScents/bu) verzeichneten ebenfalls grüne Zahlen.
  • Ursachen: Die Transportunterbrechungen in großen Seehäfen aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts haben die globalen Logistikkosten erhöht. In Vietnam trug die Entscheidung der Fed, die Zinsen stabil zu halten, zu einem stabileren Wechselkurs bei, was den Export von Agrarprodukten unterstützte. Das steigende Risiko notleidender Bankkredite (laut Finanznachrichten vom 03.08.) könnte jedoch den Kapitalfluss für inländische Agrarhandelsunternehmen beeinträchtigen.
  • Ausblick für die kommende Woche: Der Aufwärtstrend könnte sich verlangsamen, da der Markt die geopolitischen Nachrichten bereits weitgehend eingepreist hat. Die Kaffeepreise bleiben aufgrund langfristiger Versorgungssorgen auf einem hohen Niveau.

GRUPPE: Metalle

Gold festigte seine Rolle als sicherer Hafen und überschritt vor dem Hintergrund globaler Instabilität die Marke von 4.000 USD/toz. Der Weltmarktpreis für Gold schloss die Woche bei 4.043,00 USD/toz, ein Anstieg von 1,47 %, was etwa 128,17 Millionen VND/Tael entspricht.

  • Edelmetalle: Silber verzeichnete einen starken Anstieg von 2,35 % auf 57,62 USD/toz. Die Tatsache, dass die Fed die Zinsen noch nicht gesenkt, aber vorsichtige Signale gegeben hat, veranlasste Investoren dazu, Kapital von risikoreichen Anlagen in Edelmetalle umzuschichten.
  • Industriemetalle: Diese Gruppe entwickelte sich uneinheitlich. Nickel stieg um 0,35 % auf 17.255,00 USD/mt, Zink stieg um 0,77 % auf 3.645,50 USD/mt. Kupfer hingegen verzeichnete einen Abwärtstrend (auf 0,00 UScents/lb in den aktualisierten Daten zum Wochenende) aufgrund von Sorgen über das Wirtschaftswachstum Chinas – dem weltweit größten Kupferverbraucher.
  • Ausblick für die kommende Woche: Goldpreise könnten nach Erreichen des Höchststandes eine technische Korrektur erfahren, aber der allgemeine Trend bleibt aufwärts gerichtet, sofern sich die Spannungen in der Ukraine und im Nahen Osten nicht abkühlen.

GRUPPE: Lebensmittel

Die Preise für Lebensmittel blieben stabil mit einer engen Schwankungsbreite von unter 0,5 %. Der Markt für Schweinefleisch und Geflügel zeigte in der vergangenen Woche keine nennenswerten Ausschläge.

  • Preisdetails: Schweinefleisch stieg um 0,43 % auf 98,85 USD/lbs. Rind- und Hühnerfleisch auf dem brasilianischen Markt (BRL) stiegen leicht um 0,1 % bzw. 0,14 %.
  • Kontext: Auf dem vietnamesischen Binnenmarkt lag der Fokus auf rechtlichen Fragen und Sanktionen in der Pharmaindustrie (Fall der Firma Cuu Long - DCL) sowie auf Vorschriften zur Verkehrssicherheit und Bußgeldern. Dies beeinflusste indirekt die allgemeine Verbraucherstimmung, wirkte sich jedoch nicht direkt auf die Preise für Rohlebensmittel aus.
  • Ausblick für die kommende Woche: Die Lebensmittelpreise werden voraussichtlich seitwärts tendieren. Das globale Lebensmittelangebot reicht weiterhin aus, um den kurzfristigen Bedarf zu decken.

Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche

Arabica-Kaffee (+2,8 %) und Silber (+2,35 %) waren die beiden Rohstoffe mit dem stärksten Wachstum. Der Preisanstieg bei Kaffee spiegelt die Sorgen über eine verknappte Lieferkette aufgrund der Angriffe auf ukrainische Seehäfen wider, während Silber dem Trend von Gold folgte, da Investoren angesichts geopolitischer Risiken durch Russland und seine Verbündeten nach Sicherheit suchten.

Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (03.08.2026 - 09.08.2026)

Trendprognose:

  • Energie: Bleibt voraussichtlich auf einem hohen Niveau. Investoren sollten insbesondere Nachrichten über russische Reaktionen auf ukrainische Angriffe auf die Energieinfrastruktur verfolgen.
  • Agrarrohstoffe: Reis- und Kaffeepreise könnten unter Gewinnmitnahmedruck geraten. Kautschukpreise könnten jedoch aufgrund der Erholung der Nachfrage aus der Automobilindustrie weiter steigen.
  • Metalle: Gold wird um die 4.100 USD-Marke auf einen starken Widerstand stoßen. Sollten weitere negative Nachrichten über notleidende Bankkredite oder eine Rezession hinzukommen, wird Gold die Höchststände weiter durchbrechen.

Risikohinweise:

  • Geopolitisches Risiko: Der Russland-Ukraine-Konflikt tritt mit Angriffen tief im gegnerischen Territorium in eine neue Phase ein, was jederzeit zu Angebotsschocks führen kann.
  • Finanzielles Risiko: Beobachten Sie die Situation notleidender Bankkredite in Vietnam und die nächsten Entscheidungen der Fed genau, um das Rohstoffportfolio entsprechend anzupassen.
  • Politisches Risiko: Neue Vorschriften zu Sanktionen und Marktkontrolle (wie das in den Nachrichten erwähnte Dekret 168) könnten die Betriebskosten von Lebensmittellogistikunternehmen beeinflussen.