Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 07.09.2026 - 13.09.2026
AI Market Digest
Der globale Rohstoffmarkt erlebte in der Woche vom 07.09.2026 bis zum 13.09.2026 eine starke Differenzierung zwischen den einzelnen Sektoren, die direkt von den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Volatilität des US-Dollars beeinflusst wurden. Während die Preise für Energie und Edelmetalle aufgrund von Sorgen über Versorgungsunterbrechungen in der Straße von Hormus tendenziell stiegen, verzeichnete der Agrarsektor eine relative Stabilität mit einigen Lichtblicken bei Zucker und Sojabohnen.
GRUPPE: Energie
Die Preise für Rohöl verzeichneten eine positive Woche, insbesondere WTI-Öl mit einem Anstieg von 2,76 %, das am 13.09.2026 bei 100,05 USD/bbl schloss. Brent-Öl hielt sich ebenfalls mit einem leichten Plus von 0,18 % bei 104,61 USD/bbl (entspricht etwa 2.711.753 VND/Barrel). Erdgas in den USA blieb bei 2,83 USD/mmbtu (+0,39 %) stabil.
- Ursachen: Die eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus nach dem Vorfall, bei dem ein iranisches Handelsschiff von einem unbekannten Objekt getroffen wurde und Opfer forderte, sowie die Angriffe der Houthi-Rebellen im Jemen haben die Transportrisiken erhöht. Zudem zeigt das russische Projekt Arctic LNG 2, das trotz Sanktionen seine Produktion verdoppelt hat, dass eine massive Verlagerung der Energieströme nach Asien, insbesondere nach China, stattfindet.
- Ausblick für die kommende Woche: Die Energiepreise dürften weiterhin empfindlich auf Nachrichten aus dem Nahen Osten reagieren. Sollte sich die Lage in Hormus nicht beruhigen, könnte Brent-Öl die Marke von 110 USD/bbl testen.
GRUPPE: Metalle
Der Markt für Edelmetalle und Industriemetalle blieb im grünen Bereich, während der US-Dollar Anzeichen einer Erholung zeigte und strategische Lieferverträge unterzeichnet wurden. Gold erreichte 4.350,40 USD/toz (+0,83 %), was etwa 135,96 Millionen VND/Tael entspricht. Silber stieg kräftig um 1,21 % auf 64,27 USD/toz. Bei den Basismetallen legte Kupfer leicht um 0,37 % auf 646,95 US-Cent/lb zu, während Aluminium um 0,7 % auf 3.256,70 USD/mt stieg.
- Ursachen: In Vietnam ist das Ereignis, bei dem Vorstandsvorsitzender Trần Đình Long (Hòa Phát) die Vale Group (den weltweit größten Eisenerzproduzenten) empfing und ein umfassendes Abkommen unterzeichnete, ein wichtiges Signal für die heimische Stahllieferkette. Dies trägt dazu bei, eine stabile Rohstoffversorgung für die laufenden Infrastruktur-Großprojekte sicherzustellen. Zudem stützt die Flucht in sichere Häfen angesichts geopolitischer Risiken weiterhin den Goldpreis.
- Ausblick für die kommende Woche: Die Metallpreise könnten kurzfristig unter Anpassungsdruck geraten, falls der USD/VND-Wechselkurs und der DXY-Index wie von Citi prognostiziert stark ansteigen. Die Nachfrage aus öffentlichen Investitionsprojekten und großen Immobilienvorhaben (wie dem 10-Milliarden-USD-Großprojekt der Vingroup) wird die heimischen Industriemetallpreise jedoch stützen.
GRUPPE: Agrarprodukte
Zucker und Sojabohnen waren in der vergangenen Woche die Agrarprodukte mit den bemerkenswertesten Schwankungen. Weltzucker stieg kräftig um 3,2 % auf 18,15 US-Cent/lb (etwa 10,37 Millionen VND/Tonne). Sojabohnen verzeichneten ebenfalls einen Anstieg von 1,21 % und schlossen die Woche bei 1.280,30 US-Cent/bu. Andere Produkte wie Kautschuk (249,90 JPY/kg), Arabica-Kaffee (285,70 US-Cent/lb) und Mais (510,25 US-Cent/bu) blieben mit einem Anstieg von unter 1 % stabil.
- Ursachen: Die Stabilität der Agrarpreise findet vor dem Hintergrund statt, dass es auf dem vietnamesischen Binnenmarkt zu einer Umnutzung von Flächen kommt. Die Umwandlung von mehr als 1 ha landwirtschaftlicher Fläche der Pi Group in das Stadtgebiet An Phú spiegelt den Trend der Urbanisierung wider, der die traditionellen Anbauflächen verringert und langfristig Druck auf das heimische Agrarangebot ausüben könnte.
- Ausblick für die kommende Woche: Die Zuckerpreise könnten aufgrund von Wetterbedenken in den Hauptanbaugebieten ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Die Preise für Arabica-Kaffee dürften um den Monatsdurchschnitt (292,55 US-Cent) schwanken, solange keine neuen Impulse von der Angebotsseite aus Brasilien kommen.
GRUPPE: Lebensmittel
Der Lebensmittelmarkt verzeichnete eine geringe Volatilität, was darauf hindeutet, dass das Angebot die Verbrauchernachfrage gut deckt. Rindfleisch schloss bei 349,50 BRL/kg (+0,33 %), während Schweinefleisch 81,53 US-Cent/lbs (+0,12 %) erreichte. Hühnerfleisch stieg leicht um 0,26 % auf 7,76 BRL/kg.
- Ursachen: Die leicht gestiegenen Kosten für Futtermittel (Sojabohnen, Mais) reichten in dieser Woche nicht aus, um einen Preiserhöhungsdruck auf Fleischprodukte auszuüben. Die Managementprozesse in 5-Sterne-Resorts und im gehobenen Dienstleistungssektor in Vietnam (wie Rixos Phu Quoc) treiben die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln an, doch ist dieses Volumen noch nicht groß genug, um den globalen Preisindex maßgeblich zu beeinflussen.
- Ausblick für die kommende Woche: Die Lebensmittelpreise werden voraussichtlich stagnieren. Viehzuchtunternehmen sollten die Sojabohnenpreise genau beobachten, da dieser Rohstoff wieder leicht zu steigen beginnt.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
- Zucker (+3,2 %): Das Produkt mit dem stärksten Wachstum im Agrarsektor, was die Verknappung des globalen Angebots widerspiegelt.
- WTI-Rohöl (+2,76 %): Reagiert sensibel auf geopolitische Risiken in der Straße von Hormus und Angriffe im Nahen Osten.
- Gold (4.350,40 USD/toz): Hält sich weiterhin im historischen Preisbereich, was die Verunsicherung der Anleger angesichts komplexer makroökonomischer und geopolitischer Entwicklungen widerspiegelt.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (14.09.2026 - 20.09.2026)
Trendprognose: Der Rohstoffmarkt wird in der kommenden Woche in eine sensible Phase eintreten, da der USD-Wechselkurs voraussichtlich wieder steigen wird, was üblicherweise einen Abwärtsdruck auf in USD bewertete Rohstoffe ausübt. Die Gruppen Energie und Edelmetalle werden jedoch aufgrund der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, die keine Anzeichen einer Entspannung zeigen, ihr hohes Preisniveau halten können.
Zu beobachtende Risikofaktoren:
- Geopolitik: Die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus und die Reaktion der USA auf die Angriffe der Houthi.
- Finanzen: Schwankungen des USD/VND-Wechselkurses und die Zinssätze der großen Zentralbanken könnten den Investitionsfluss in Rohstoffe umkehren.
- Inland: Der Fortschritt beim Baubeginn der Großprojekte von Sun Group und Vingroup wird der Hauptmotor für die Baustoffgruppe (Stahl, Zement) auf dem vietnamesischen Markt sein.
Empfehlung: Unternehmen, die Rohstoffe importieren (insbesondere Sojabohnen und Metalle), sollten in Erwägung ziehen, Verträge frühzeitig abzuschließen, um Wechselkursrisiken zu vermeiden. Edelmetallanleger sollten im aktuellen Preisbereich vorsichtig sein und Äußerungen zur internationalen Geldpolitik genau verfolgen.
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