Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 17.08.2026 - 23.08.2026
AI Market Digest
Der globale Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 17. bis 23. August 2026 komplexe Schwankungen unter dem Druck der US-Staatsverschuldung und eskalierender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und Osteuropa. Vor dem Hintergrund, dass die US-Staatsverschuldung die Marke von 40.000 Mrd. USD überschritten hat und Sorgen um die globale Finanzstabilität schürt, tendierten die Preise für strategische Güter wie Gold, Rohöl und Agrarprodukte dazu, auf hohem Niveau zu verharren oder leicht zu steigen. Insbesondere die Ankündigung des Iran, Angriffe auf Ölexportrouten durchzuführen, sowie die starke Präsenz von NATO-Flugzeugen nahe der russisch-belarussischen Grenze haben eine signifikante "Risikoprämie" auf Energiepreise und Edelmetalle gelegt.
GRUPPE: Agrarprodukte
Die Preise für wichtige Agrarprodukte verzeichneten einen einheitlichen Anstieg, angeführt von Getreide und Kautschuk aufgrund von Sorgen über Lieferunterbrechungen in Südostasien und Osteuropa.
- Kautschuk: Schloss die Woche bei 231,10 JPY/kg (ca. 50.573.924 VND/Tonne), ein Anstieg um 1,27 %. Unruhen, Bombenanschläge und Brandstiftungen in Thailand – einem führenden Kautschukexporteur – haben Bedenken hinsichtlich der Ernte- und Transportkapazitäten geweckt und den Preis über den Monatsdurchschnitt (221,46 JPY) getrieben.
- Reis (US): Verzeichnete mit +3,93 % den stärksten Anstieg der Gruppe und erreichte 14,70 USD/CWT (ca. 7.677.991 VND/Tonne). Die Instabilität in wichtigen Agrarregionen und gestiegene Logistikkosten aufgrund geopolitischer Risiken sind die Hauptursachen.
- Arabica-Kaffee: Hielt sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau von 322,65 UScents/lb (ca. 185.829.182 VND/Tonne), ein Anstieg um 2,02 % gegenüber der Vorwoche. Die Nachfrage ist stabil, während die Versorgung aus großen Exportländern noch nicht vollständig wiederhergestellt ist.
- Mais und Sojabohnen: Stiegen leicht um 1,04 % (auf 483,75 UScents/bu) bzw. 0,35 % (auf 1.225,00 UScents/bu). Die Nachricht, dass die Ukraine ein Hilfspaket in Höhe von 9 Mrd. USD erhält, könnte die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Produktion im Land teilweise unterstützen, doch interne Konflikte in der ukrainischen Militärführung bleiben ein latenter Risikofaktor für den Getreidekorridor im Schwarzen Meer.
Trendeinschätzung: In der kommenden Woche könnten die Agrarpreise weiterhin auf hohem Niveau verharren, falls sich die Sicherheitslage in Thailand nicht bald stabilisiert. Für den vietnamesischen Markt müssen Reis- und Kautschukexporteure die Entwicklungen in Thailand genau beobachten, um ihre Angebotspreise anzupassen.
GRUPPE: Metalle
Edelmetalle behaupteten ihre Position als sicherer Hafen, während Industriemetalle dank der Erwartungen an große Infrastrukturprojekte zulegten.
- Gold: Schloss die Woche bei 4.607,40 USD/toz (entspricht 145.119.294 VND/Tael). Trotz eines leichten Anstiegs von nur 0,01 % verharrt es auf einem Rekordniveau aufgrund der Verunsicherung der Anleger angesichts der US-Staatsverschuldung von 40.000 Mrd. USD.
- Platin: Stieg sprunghaft um 3,08 % auf 1.895,70 USD/toz. Dies war die beeindruckendste Performance in der Metallgruppe in dieser Woche, weit über dem Monatsdurchschnitt von 1.382,31 USD, bedingt durch die Nachfrage in der grünen Technologie und die Umschichtung von Investitionskapital.
- Aluminium und Zink: Verzeichneten Anstiege von 1,92 % bzw. 1,99 %. In Vietnam treibt die Umsetzung großer Infrastrukturprojekte, wie die milliardenschwere Fußgängerbrücke über den Saigon-Fluss oder Umsiedlungsprojekte in Hanoi, die Inlandsnachfrage nach Basismetallen an.
- Kupfer: Stieg um 0,19 % auf 657,95 UScents/lb, was die langsame, aber stetige Erholung der globalen Industrieproduktion widerspiegelt.
Trendeinschätzung: Der Goldpreis wird voraussichtlich weiterhin stark schwanken, abhängig von Äußerungen der FED zum Zinspfad (die Zinssätze bei vietnamesischen Banken wie Agribank und Vietcombank werden derzeit genau beobachtet). Industriemetalle werden dank öffentlicher Investitionspakete ihren leichten Aufwärtstrend beibehalten.
GRUPPE: Energie
Der Energiemarkt heizte sich nach direkten Drohungen des Iran gegen internationale Ölexportrouten auf.
- Rohöl Brent: Stieg um 0,65 % auf 94,39 USD/bbl (ca. 2.465.892 VND/Barrel). Dieser Preis liegt deutlich über dem Monatsdurchschnitt (87,78 USD) aufgrund der Sorgen um die Straße von Hormus nach den Erklärungen des Iran.
- Rohöl WTI: Stieg um 0,26 % auf 87,06 USD/bbl. Die Präsenz von NATO-Flugzeugen in der Nähe von Russland und Belarus trug ebenfalls zum Preisanstieg bei, da Befürchtungen bestehen, dass ein direkter Konflikt die Versorgung aus dieser Region beeinträchtigen könnte.
- Erdgas (US): Stieg um 1,46 % auf 2,77 USD/mmbtu aufgrund der Lagerhaltung für die bevorstehende Hochsaison.
- Kohle: Stieg um 0,77 % auf 131,50 USD/mt. Russland bemüht sich, die USA und Belgien im Energiesektor im Jahr 2026 zu überholen, was zu einem intensiven Wettbewerb um Marktanteile bei Kohle- und Gasexporten führt.
Trendeinschätzung: Es besteht das Risiko, dass der Ölpreis auf die 100-USD-Marke springt, falls die Spannungen im Nahen Osten in tatsächliche militärische Aktionen umschlagen. Transportunternehmen in Vietnam sollten Absicherungsstrategien für Kraftstoffpreise in Betracht ziehen.
GRUPPE: Lebensmittel
Die weltweiten Lebensmittelpreise schwankten leicht, beeinflusst durch Logistik- und Futtermittelkosten.
- Rindfleisch: Erreichte 343,20 BRL/kg, ein Anstieg um 0,72 %. Trotz des leichten Wochenanstiegs liegt es immer noch unter dem Monatsdurchschnitt (346,44 BRL).
- Schweinefleisch: Stieg um 0,81 % auf 80,88 USD/lbs. Auf dem Inlandsmarkt ist die Nachfrage nach Lebensmitteln stabil, aber Blockaden von Zufahrtswegen zu landwirtschaftlichen Flächen in einigen Regionen wie Ninh Binh könnten das Angebot an Agrar- und Lebensmittelprodukten kurzfristig lokal beeinträchtigen.
- Geflügelfleisch: Stieg um 0,84 % auf 7,24 BRL/kg.
Trendeinschätzung: Die Lebensmittelgruppe dürfte stabiler bleiben als andere Branchen, da das globale Angebot ausreicht, um die aktuelle Nachfrage zu decken.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
In der vergangenen Woche waren Reis (US) und Platin die beiden Rohstoffe, die mit Anstiegen von 3,93 % bzw. 3,08 % die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die direkten Ursachen liegen in der politischen Instabilität in wichtigen Versorgungsregionen (Thailand bei Agrarprodukten) und der Kapitalverschiebung in Edelmetalle mit hoher industrieller Anwendung vor dem Hintergrund der US-Staatsverschuldung, die die Währungsstimmung destabilisiert.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (24.08.2026 - 30.08.2026)
Trendprognose:
- Energie: Fortsetzung des Aufwärtstrends (Bullish) aufgrund geopolitischer Risiken durch den Iran und Russland.
- Edelmetalle: Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau (Side-way up), während Anleger auf klarere Signale zur US-Staatsverschuldung und zu den Bankzinsen warten.
- Agrarprodukte: Differenziert; Kautschuk und Reis könnten weiter steigen, während Mais und Sojabohnen von den Entwicklungen des Krieges in der Ukraine abhängen.
Risikoempfehlungen:
- Geopolitisches Risiko: Beobachten Sie die Straße von Hormus und die russisch-belarussische Grenze genau. Jeder militärische Zusammenstoß wird zu extremen Schwankungen bei Öl- und Goldpreisen führen.
- Finanzpolitik: Verfolgen Sie Berichte zur US-Staatsverschuldung und Inflation, da diese die Stärke des USD und die in USD berechneten Rohstoffpreise direkt beeinflussen.
- Vietnamesischer Markt: Unternehmen sollten auf Schwankungen der inländischen Bankzinsen achten, um die Kapitalkosten für den Import von Produktionsrohstoffen zu optimieren. Investitionen in Elektrofahrzeuge (wie das neu eingeführte elektrische Ninja-Modell) oder kraftstoffsparende Fahrzeuge könnten ein langfristiger Trend sein, da die Preise für fossile Energieträger instabil sind.
Diese Analyse teilen: