Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 03.08.2026 - 09.08.2026
AI Market Digest
Der Rohstoffmarkt der vergangenen Woche (03.08. - 09.08.2026) war geprägt von komplexen Schwankungen, die durch die erheblichen geopolitischen Risiken im Nahen Osten und den Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften in Russland ausgelöst wurden. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens stand die Ankündigung des Iran, die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten – möglicherweise zu "blockieren", was die globalen Energie- und Agrarlieferketten direkt bedroht. Unterdessen sorgen in Vietnam Berichte über Inspektionen bei Goldunternehmen und die Bankzinspolitik für eine vorsichtige Haltung bei Investoren.
GRUPPE: Agrarprodukte
Zucker und Arabica-Kaffee führten in der vergangenen Woche die Gewinnerliste der Agrarprodukte an, getrieben von Sorgen über Unterbrechungen im Seeverkehr. Konkret schloss der Zuckerpreis am 09.08. bei 16,45 US-Cent/lb, ein starker Anstieg von 5,65 % gegenüber dem Monatsdurchschnitt. Hauptursache sind die Spannungen in der Straße von Hormus, wo der Iran mit einer Blockade droht, was Druck auf internationale Handelsrouten ausübt. Arabica-Kaffee verzeichnete ebenfalls einen Anstieg von 3,2 % auf 315,90 US-Cent/lb (entspricht etwa 182.495.212 VND/Tonne), was darauf hindeutet, dass der Druck durch Logistikkosten allmählich auf die Produktpreise durchschlägt.
- Kautschuk: Gehandelt bei 218,80 JPY/kg, ein leichter Anstieg von 0,55 %, stabilisiert durch die Nachfrage aus der Automobilindustrie.
- Reis: Der internationale Reispreis lag bei 14,23 USD/CWT, ein Anstieg von lediglich 0,32 %. In Vietnam wartet der Markt auf neue Impulse aus großen Infrastrukturprojekten, wie etwa in Quảng Ninh, um die Binnennachfrage zu prognostizieren.
- Sojabohnen und Mais: Unbedeutende Schwankungen bei 1.156,50 US-Cent/bu (+0,06 %) bzw. 439,00 US-Cent/bu (0 %), was widerspiegelt, dass das Angebot aus den USA und Südamerika die aktuelle Nachfrage weiterhin gut deckt.
Prognose für die kommende Woche: Die Agrargruppe wird weiterhin von Nachrichten über die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten beeinflusst werden. Sollte die Straße von Hormus tatsächlich blockiert werden, könnten die Preise für wichtige Exportgüter aufgrund explodierender Versicherungs- und Transportkosten weiter steigen.
GRUPPE: Metalle
Der Weltmarktpreis für Gold hielt sich angesichts zunehmender geopolitischer Instabilität auf dem Rekordniveau von 4.343,40 USD/toz. Obwohl der Preis in der Woche nur um 0,01 % stieg, zeigt der Wert von 137.220.396 VND/Tael, dass dieses Edelmetall weiterhin der sicherste Hafen ist, während die Spannungen zwischen Israel und dem Iran eskalieren. In Vietnam sehen sich Goldunternehmen mit Regierungsinspektionen konfrontiert, um Unregelmäßigkeiten zu klären, was zu einem vorübergehenden Liquiditätsrückgang auf dem inländischen Goldmarkt führen könnte.
- Silber: Verzeichnete einen beeindruckenden Anstieg von 3,32 % auf 63,54 USD/toz, folgt dem Trend von Gold, weist jedoch eine höhere Volatilität auf.
- Zink und Nickel: Anstieg um 1,71 % (3.697,30 USD/mt) bzw. 1,5 % (16.970,00 USD/mt). Der Mangel an qualifizierten Schweißern in Russland (Gehälter stiegen auf 174-200 Millionen VND/Monat) beeinträchtigt indirekt die Abbau- und Wartungsarbeiten der Metallinfrastruktur in dieser Region.
- Platin: Anstieg um 1,25 % auf 1.759,60 USD/toz, was auf eine stabile Erholung der industriellen Nachfrage hindeutet.
Prognose für die kommende Woche: Die Preise für Bunt- und Edelmetalle werden stark von den Zinsentscheidungen der Banken in Vietnam (die derzeit bei großen Banken wie Agribank und Vietcombank aktualisiert werden) sowie den militärischen Entwicklungen im Nahen Osten abhängen.
GRUPPE: Energie
Die Preise für Rohöl der Sorten Brent und WTI stiegen aufgrund des drohenden Konflikts in der Straße von Hormus einheitlich um mehr als 1 %. Zum Handelsschluss am 09.08. erreichte Brent 83,55 USD/bbl (+1,05 %) und WTI 78,18 USD/bbl (+1,15 %). Die Entschlossenheit des Iran, die USA durch die Drohung, die wichtigste Öl- und Gastransportroute der Welt zu unterbrechen, zu Zugeständnissen zu zwingen, hat sofort Risikoprämien in die Ölpreise getrieben.
- US-Erdgas: Anstieg um 2,06 % auf 2,66 USD/mmbtu. Dies ist ein bemerkenswerter Anstieg, da Unternehmen beginnen, den Heizbedarf und die Lagerhaltung für die kommende Periode einzukalkulieren.
- Kohle: Leichter Anstieg um 0,31 % auf 127,85 USD/mt, was die weiterhin stabile Nachfrage nach thermischer Energie in Entwicklungsländern widerspiegelt.
Prognose für die kommende Woche: Der Energiemarkt wird extrem empfindlich auf jede militärische Aktion Israels gegen den Iran reagieren. Eine unabhängige Militäroperation seitens Israels könnte den Brent-Ölpreis schnell über die Marke von 90 USD/bbl treiben.
GRUPPE: Lebensmittel
Der Lebensmittelmarkt blieb mit einer geringen Schwankungsbreite von unter 0,5 % stabil. Rindfleisch wurde bei 347,50 BRL/kg (+0,23 %) gehandelt, während Hühnerfleisch um 0,42 % auf 7,18 BRL/kg stieg. Schweinefleisch blieb unverändert bei 95,50 USD/lbs. Auf dem vietnamesischen Markt ist die Stabilität der Lebensmittelgruppe ein positives Signal für den VPI, obwohl Risiken bei den Transportkosten durch weltweite Nachrichten mittelfristig die Importpreise für Futtermittelrohstoffe beeinflussen könnten.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
- Zucker (+5,65 %): Das Produkt mit dem stärksten Anstieg der Woche aufgrund von Sorgen über Unterbrechungen der globalen Lieferkette durch geopolitische Spannungen.
- Silber (+3,32 %): Zieht spekulative Kapitalflüsse an, da Gold auf einem zu hohen Preisniveau verharrt.
- Arabica-Kaffee (+3,2 %): Setzt den Aufwärtstrend aufgrund von Logistikkosten und Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten fort.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (10.08.2026 - 16.08.2026)
Trendprognose: Der Rohstoffmarkt wird in der kommenden Woche weiterhin im "roten Bereich" der geopolitischen Alarmstufe bleiben. Die Gruppen Energie und Edelmetalle werden weiterhin von Preissteigerungen dominiert. Die Gruppe Agrarprodukte könnte leichten Gewinnmitnahmedruck erfahren, hält sich aber aufgrund der Transportkosten auf einem hohen Preisniveau.
Zu beobachtende Risikofaktoren:
- Spannungen in der Straße von Hormus: Jede tatsächliche Maßnahme zur Einschränkung des Schiffsverkehrs wird globale Preisschocks auslösen.
- Politik in Vietnam: Das Dekret 296/2026/NĐ-CP über das Verbot der treuhänderischen Kapitalbeteiligung an Unternehmen sowie neue Vorschriften für Staatskapital werden den Investitionsfluss in Produktions- und Handelsunternehmen beeinflussen.
- Russischer Arbeitsmarkt: Der Mangel an Fachkräften (Schweißern) könnte die Versorgung mit Metallen und Energie aus diesem Land unterbrechen.
Empfehlung: Unternehmen, die Rohstoffe (Zucker, Getreide) importieren, sollten in Erwägung ziehen, Verträge frühzeitig abzuschließen, um Wechselkursrisiken und Transportkosten zu vermeiden. Privatanleger sollten bei inländischem Gold angesichts der strengen laufenden Inspektionen vorsichtig sein und könnten auf Industriemetalle mit hoher Liquidität an der Rohstoffbörse ausweichen.
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