Marktbericht Rohstoffe für die Woche vom 13.07.2026 bis 19.07.2026: Energie unter Strom durch geopolitische Spannungen
AI Market Digest
Der globale Rohstoffmarkt erlebte in der Woche vom 13. bis 19. Juli 2026 eine starke Divergenz, wobei der Fokus auf dem Boom im Energiesektor und der relativen Stabilität bei Metallen und Agrarprodukten lag. Das geopolitische Umfeld verschärfte sich extrem, als Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur und US-Luftschläge im Iran den Rohölpreis um mehr als 4 % in die Höhe trieben. Unterdessen stehen in Vietnam die Entwicklungen rund um die steuerrechtlichen Sanktionen gegen Großunternehmen wie Kinh Bac (KBC) sowie wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte im Fokus der Investoren.
GRUPPE: Energie
Die Rohölpreise verzeichneten aufgrund von Sorgen über Lieferkettenunterbrechungen in Schlüsselregionen den stärksten wöchentlichen Anstieg seit Monaten. Konkret stieg Brent-Rohöl um 4,59 % und schloss am 19. Juli bei 88,10 USD/bbl (ca. 2.316.167 VND/Barrel). WTI-Rohöl folgte mit einem Anstieg von 4,48 % auf 82,49 USD/bbl. US-Erdgas legte leicht um 1,85 % auf 2,91 USD/mmbtu zu.
Hauptursache: Dieser Anstieg wurde direkt durch Nachrichten über ukrainische Angriffe auf drei Öllager tief im russischen Staatsgebiet befeuert, was die Exportkapazitäten Moskaus unmittelbar bedroht. Gleichzeitig schürten die US-Luftschläge im Iran Ängste vor einem umfassenden Krieg in der Straße von Hormus – dem "Nadelöhr" der weltweiten Ölindustrie. Diese Ereignisse haben am Markt die Sorge vor einer "riesigen Rechnung" geweckt, die globale Verbraucher in naher Zukunft tragen müssen.
Ausblick für die kommende Woche: Die Ölpreise dürften sich auf einem hohen Niveau von über 85 USD/bbl halten, sofern die Konflikte im Nahen Osten und in Osteuropa keine Anzeichen einer Entspannung zeigen. Investoren sollten insbesondere die Vergeltungsmaßnahmen des Iran genau beobachten.
GRUPPE: Metalle
Der Markt für Edelmetalle und Industriemetalle blieb leicht im Plus und fungierte in Zeiten der Unsicherheit als sicherer Hafen. Gold schloss die Woche bei 4.016,90 USD/toz (entspricht 127.322.794 VND/Tael), ein Anstieg von 1,02 %. Kupfer stieg um 1,26 % auf 627,00 UScents/lb. Andere Metalle wie Zink (+1,58 %) und Platin (+1,46 %) verzeichneten ebenfalls stabile Zuwächse.
Hauptursache: Die eskalierenden geopolitischen Spannungen sind der Haupttreiber für den Kapitalfluss in Gold. Bei Industriemetallen wie Kupfer und Zink deuten Informationen über große Infrastrukturprojekte in Vietnam (wie die zwei Autobahnabschnitte des Konsortiums T&T und Son Hai) sowie die Entwicklung des Industrieparks Ngu Phuc (über 5,6 Billionen VND) in Hai Phong darauf hin, dass die Nachfrage nach Baumaterialien in Südostasien weiterhin positiv bleibt.
Ausblick für die kommende Woche: Die Edelmetallgruppe wird weiterhin sensibel auf Inflationsdaten und die Schwankungen des USD reagieren. Der Kupferpreis könnte seitwärts tendieren, da der chinesische Markt weiterhin mit demografischen und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat (wie die Schließung von 30.000 Schulen).
GRUPPE: Agrarprodukte
Die Preise für Agrarprodukte schwankten mit geringer Amplitude in unterschiedliche Richtungen, mit Ausnahme des Durchbruchs bei Kakao. Kakao verzeichnete einen beeindruckenden Anstieg von 6,08 % in der Woche und erreichte 5.533,00 USD/mt. Arabica-Kaffee blieb mit 320,30 UScents/lb (+2,46 %) auf einem hohen Niveau. Grundnahrungsmittel wie Sojabohnen (+0,8 %), Mais (+0,74 %) und Weizen (+1,19 %) zeigten nur unbedeutende Veränderungen.
Hauptursache: Der starke Anstieg des Kakaopreises ist auf die Sorgen um das Angebot aus Westafrika zurückzuführen, die noch nicht vollständig gelöst sind. Bei Weizen und Mais sorgen trotz leichter Anstiege die Instabilität des Militärpersonals in der Ukraine (einer der weltweit größten Weizenproduzenten) für latente Risiken für den Getreidekorridor im Schwarzen Meer.
Ausblick für die kommende Woche: Die Agrargruppe könnte unter leichten Abwärtsdruck geraten, wenn sich die Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten in den USA und Brasilien verbessern. Der Kaffeepreis wird jedoch kaum stark fallen, da die Seefrachtkosten tendenziell mit den Ölpreisen steigen.
GRUPPE: Lebensmittel
Die Preise für Futtermittel und Lebensmittel blieben mit leichten Zuwächsen zwischen 0,7 % und 1,4 % stabil. Schweinefleisch (Lean Hogs) stieg um 1,37 % auf 101,65 USD/lbs. Rind- und Hühnerfleisch stiegen im Vergleich zur Vorwoche um 0,71 % bzw. 0,82 %.
Hauptursache: Der Anstieg der Rohölpreise und der Logistikkosten (im Zusammenhang mit Nachrichten über verstärkte Flugverbindungen nach Japan und Südkorea) wirkte sich indirekt auf die globalen Lebensmittelpreise aus. In Vietnam ist die Verbrauchernachfrage stabil, jedoch sollten Unternehmen das Risiko steigender Kosten für importierte Futtermittel (Sojabohnen, Mais) im Auge behalten, die tendenziell leicht anziehen.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
- Rohöl (Brent & WTI): Stärkster Anstieg in der Energiegruppe (>4,5 %) aufgrund direkter Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur und militärischer Drohungen in der Straße von Hormus.
- Kakao: Sprung um 6,08 %, bleibt aufgrund des knappen globalen Angebots das Agrarprodukt mit der stärksten Preisvolatilität.
- Gold: Überschritt die Marke von 4.000 USD/toz und festigte seine Position als wichtigster sicherer Hafen bei zunehmenden Kriegsrisiken.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (20.07.2026 - 26.07.2026)
Trendprognose:
- Energie: Fortsetzung des Aufwärtstrends oder Seitwärtsbewegung auf hohem Preisniveau. Das größte Risiko ist eine Unterbrechung der Transportwege im Nahen Osten.
- Metalle: Gold könnte kurzfristig unter Gewinnmitnahmedruck geraten, der allgemeine Trend bleibt jedoch aufwärts gerichtet. Basismetalle hängen von neuen Konjunkturpaketen aus China ab.
- Agrarprodukte: Die Preise für Kaffee und Kakao dürften aufgrund von Klimawandel und Logistikproblemen auf hohem Niveau verharren.
Empfehlungen für vietnamesische Unternehmen und Investoren:
- Transport- und Produktionsunternehmen: Notwendigkeit, proaktiv Notfallpläne für Treibstoffkosten zu erstellen, da der Brent-Ölpreis sich der 90-USD/bbl-Marke nähert.
- Investoren in Industrieimmobilien: Genaue Beobachtung der Entwicklungen in Industrieparks wie Ngu Phuc oder bei Projekten von KBC nach den Verwaltungssanktionen, um Cashflow und Projektfortschritt neu zu bewerten.
- Import-Export-Unternehmen: Achten Sie auf Wechselkursschwankungen und steigende internationale Transportkosten aufgrund der Kriegssituation auf wichtigen Schifffahrtsrouten.
Zusammenfassende Informationen basierend auf Marktdaten und geopolitischen Ereignissen bis zum Morgen des 20.07.2026. Investoren sollten vor Entscheidungen sorgfältig abwägen.
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