insights Wöchentliche Marktanalyse date_range KW 21/2026: 18.05.2026 – 24.05.2026

Marktbericht Rohstoffe für die Woche vom 18.05.2026 bis 24.05.2026

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AI Market Digest

Marktbericht Rohstoffe für die Woche vom 18.05.2026 bis 24.05.2026

Der globale Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 18.05. bis 24.05.2026 gemischte Bewegungen, wobei ein leichter Aufwärtstrend dominierte, insbesondere bei Energie und Edelmetallen vor dem Hintergrund komplexer geopolitischer Spannungen. Sorgen um die Versorgung im Nahen Osten, insbesondere Informationen zur Straße von Hormus und Irans Urananreicherung, gepaart mit regulatorischen Entwicklungen auf dem vietnamesischen Binnenmarkt, sorgten für ein volatiles Marktumfeld.

GRUPPE: Energie

Die Preise für Rohöl und Erdgas setzten ihren Wachstumskurs fort, getrieben durch den Druck geopolitischer Brennpunkte und gestiegene Importkosten in Vietnam. Brent-Rohöl beendete die Woche bei 103,94 USD/bbl (+1,33 %), während WTI 97,00 USD/bbl (+0,68 %) erreichte. US-Erdgas verzeichnete mit 3,21 % den stärksten Anstieg der Gruppe und erreichte 2,92 USD/mmbtu.

  • Ursachen: Nachrichten über die Ablehnung des Abkommens zur Urananreicherung durch den Iran und die mögliche Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus setzten die globale Energieversorgung unter Druck. In Vietnam zeigen Daten, dass sich die Importkosten für Erdölprodukte fast verdoppelt haben, was den Druck durch Grenzkosten und die steigende Binnennachfrage widerspiegelt.
  • Einschätzung: Der Trend könnte in der kommenden Woche anhalten, sollten sich die Spannungen in Hormus nicht entspannen und die Gasabkommen zwischen Russland und den EU-Nachbarländern den Markt weiter spalten.

GRUPPE: Agrarrohstoffe

Der Agrarmarkt erlebte diese Woche einen Durchbruch bei Grundnahrungsmitteln wie Kaffee und Reis, während Ölsaaten stabil blieben. Arabica-Kaffee schloss am 24.05. bei 271,56 UScents/lb (+0,67 %) und der Reispreis (US) erreichte 12,99 USD/CWT (+0,15 %). Kautschuk notierte bei etwa 220,80 JPY/kg und hielt seinen stabilen Kurs.

  • Ursachen: Nachrichten über "Gleichzeitige Preiserhöhungen bei Kaffee und Reis" aus Thailand und anderen großen Exportländern beeinflussten die Anlegerstimmung direkt. Die politische Instabilität in Kambodscha (Absetzung hochrangiger Beamter) schürte zudem Sorgen um die Lieferketten für Agrarprodukte in Südostasien.
  • Einschätzung: Für Agrarprodukte, insbesondere Kaffee und Reis, wird aufgrund von Klimawandel-Bedenken (Nachrichten über den Berg Fuji und ungewöhnliche Naturphänomene), die den Anbauzyklus beeinträchtigen könnten, weiterhin ein hohes Preisniveau prognostiziert.

GRUPPE: Metalle

Sowohl Edelmetalle als auch Industriemetalle verzeichneten ein positives Wachstum, was die Nachfrage nach sicheren Häfen und die Erholung von Infrastrukturprojekten widerspiegelt. Gold hielt sich auf einem hohen Niveau von 4.516,80 USD/toz (+0,58 %), was etwa 143,5 Millionen VND/Tael entspricht. Silber und Kupfer stiegen deutlich um 1,69 % bzw. 1,27 %, wobei der Kupferpreis 646,00 UScents/lb erreichte.

  • Ursachen: Investitionen großer Unternehmen wie Gemadept in Höhe von 300 Milliarden VND in neue Projekte in Hai Phong zeigen eine Kapitalverlagerung in Infrastruktur und Logistik, was die Nachfrage nach Industriemetallen ankurbelt. Zudem trieben die Instabilität durch den Russland-Ukraine-Konflikt und Sanktionen gegen Vermögenswerte in Kasachstan Investoren in Gold und Silber.
  • Einschätzung: Edelmetalle könnten nach der heißen Phase leicht korrigieren, aber Kupfer und Aluminium werden ihren Aufwärtstrend dank öffentlicher Investitionen und Energieinfrastrukturprojekte beibehalten.

GRUPPE: Lebensmittel

Die Preise für frische Lebensmittel schwankten in einer engen Spanne, was auf ein vorübergehendes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem internationalen Markt hindeutet. Der Schweinefleischmarkt verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,76 % auf 95,85 USD/lbs. Rindfleisch und Geflügel blieben nahezu unverändert (Rindfleisch +0,09 %).

  • Ursachen: Das Angebot aus südamerikanischen Märkten (Brasilien) bleibt stabil, obwohl die globalen Logistikkosten aufgrund der Energiepreise steigen. In Vietnam könnten die Anklagen gegen Führungskräfte großer Unternehmen in der vergangenen Woche kurzfristig zu einer vorsichtigen Haltung bei der Finanzierung groß angelegter Viehzuchtprojekte führen.
  • Einschätzung: Die Lebensmittelpreise dürften in der nächsten Woche stabil bleiben, jedoch ist die Entwicklung der Getreidepreise (Mais, Sojabohnen) genau zu beobachten, da diese wichtige Vorprodukte für die Viehwirtschaft sind.

Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche

  • Erdgas (+3,21 %): Der stärkste Anstieg aufgrund komplexer energiepolitischer Entwicklungen zwischen Russland, der EU und Ländern wie Armenien und Rumänien.
  • Silber (+1,69 %): Zog als sicherer Hafen und Industriematerial stärker Kapital an als Gold.
  • Zucker (+1,54 %): Verzeichnete einen stabilen Anstieg auf 14,67 UScents/lb, was die Verknappung des globalen Zuckerangebots widerspiegelt.

Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (25.05.2026 - 31.05.2026)

Trendprognose: Der Rohstoffmarkt wird in der kommenden Woche stark von makroökonomischen Informationen aus Vietnam und den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten beeinflusst. Energie und Edelmetalle dürften weiterhin im Fokus der Kapitalströme stehen.

  • Prognose nach Gruppen:
    • Energie: Leichter Anstieg; neue Ankündigungen aus dem Iran und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sind zu beachten.
    • Agrarrohstoffe: Reis und Kaffee könnten neue Höchststände erreichen, sollten die Produktionsberichte aus Südostasien nicht positiv ausfallen.
    • Metalle: Kupfer und Aluminium profitieren von neuen Infrastrukturinvestitionen.
  • Zu beobachtende Risikofaktoren:
    • Inländische Regulierung: Anklagen gegen Führungskräfte großer Unternehmen in Vietnam könnten kurzfristig die Marktliquidität und Anlegerstimmung belasten.
    • Geopolitik: Spannungen zwischen Russland, der Ukraine und Kasachstan bezüglich der Beschlagnahmung von Vermögenswerten könnten einen negativen Präzedenzfall für den internationalen Handel schaffen.
    • Finanzpolitik: Entscheidungen von Banken bezüglich Versicherungs-Partnern und Verkaufsstrategien könnten den Kreditfluss für Import-Export-Unternehmen beeinflussen.

Empfehlung: Import-Export-Unternehmen sollten bei Energierohstoffen proaktiv Preise fixieren, um das Risiko steigender Transportkosten zu vermeiden. Privatanleger sollten bei Edelmetallen vorsichtig sein, da die Preise bereits auf historischen Höchstständen liegen.