Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 11.05.2026 - 17.05.2026
AI Market Digest
Der globale Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 11. bis 17. Mai 2026 starke Schwankungen, die hauptsächlich auf den Druck durch geopolitische Brennpunkte und Veränderungen in der globalen Handelspolitik zurückzuführen sind. Im Mittelpunkt der vergangenen Woche standen die eskalierenden Spannungen in der Straße von Hormus, als der Iran mit dem Einsatz einer „neuen Waffe“ drohte, die den asiatisch-europäisch-afrikanischen Handelsfluss lähmen könnte, sowie der schwerste Angriff auf die russische Hauptstadt Moskau seit einem Jahr. Diese Ereignisse ließen die Energie- und Edelmetallpreise in die Höhe schnellen, während auch die Agrargruppe unter dem Druck von Lieferkettenrisiken und dem Klimawandel stand.
GRUPPE: Energie
Die Preise für Rohöl und Erdgas stiegen in der vergangenen Woche aufgrund von Sorgen über Versorgungsunterbrechungen in Schlüsselregionen einheitlich stark an. WTI-Rohöl führte den Anstieg mit 4,2 % an und schloss am 17.05.2026 bei 105,42 USD/bbl (ca. 2.778.059 VND/Barrel). Brent-Öl stieg ebenfalls um 3,35 % auf 109,26 USD/bbl.
- Ursachen: Nachrichten über die Vorbereitungen des Iran, eine neue „Waffe“ in der Straße von Hormus einzusetzen, lösten extreme Besorgnis auf dem globalen Energiemarkt aus. Die Tatsache, dass der Iran den „Schalter“ an dieser lebenswichtigen Öltransportroute in der Hand hält, macht das Risiko von Lieferengpässen realer denn je. Gleichzeitig schürten Angriffe tief im russischen Staatsgebiet Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität der Energieinfrastruktur in Osteuropa.
- Erdgas: US-Erdgas stieg um 2,28 % auf 2,96 USD/mmbtu, was den hohen Lagerbedarf vor dem Hintergrund der Instabilität widerspiegelt.
- Ausblick nächste Woche: Es wird prognostiziert, dass die Energiepreise auf einem hohen Niveau bleiben und empfindlich auf militärische Informationen aus dem Nahen Osten und Russland reagieren werden.
GRUPPE: Metalle
Edelmetalle wurden zum sicheren Hafen, als die geopolitischen Risiken zunahmen, während Industriemetalle gemischte Bewegungen zeigten. Silber war mit +9,18 % der stärkste Wert der Gruppe und erreichte am 17.05.2026 75,75 USD/toz. Gold hielt ebenfalls seinen stabilen Aufwärtstrend mit +2,22 % und schloss die Woche bei 4.547,90 USD/toz (entspricht über 144 Millionen VND/Tael).
- Makroökonomische Auswirkungen: Das Auftreten von Präsident Donald Trump bei Besuchen zusammen mit dem Nvidia-CEO in China sowie neue NATO-Manöver veränderten die Erwartungen an Kapitalflüsse und Zölle. Die Errichtung eines neuen „Schutzschildes“ durch die USA in Grönland und der Druck auf EU-Rüstungsunternehmen deuten auf ein komplexes Handels- und Militärumfeld hin, das Investoren in Richtung Gold und Silber treibt.
- Industriemetalle: Aluminium stieg um 2,44 % (3.564,00 USD/mt) und Zink um 1,56 % (3.528,80 USD/mt) aufgrund von Sorgen über steigende Produktionsenergiekosten. Kupfer hingegen fiel leicht um 0,01 % auf 629,45 UScents/lb, da Bedenken bestehen, dass sich das globale Wirtschaftswachstum durch neue Handelsbarrieren verlangsamen könnte.
- Ausblick nächste Woche: Edelmetalle behalten ihren Aufwärtstrend bei; Industriemetalle werden von den Produktionsindizes aus China und den USA abhängen.
GRUPPE: Agrarprodukte
Der Agrarmarkt verzeichnete eine leichte Erholung auf breiter Front, da Wetterrisiken und Konflikte große Anbaugebiete beeinträchtigten. Der Kautschukpreis stieg um 4,02 % auf 222,30 JPY/kg, während Weizen am 17.05.2026 um 3,38 % auf 635,75 UScents/bu zulegte.
- Ursachen: Chinas „Grüne Mauer“-Technologie zur Eindämmung der Wüstenbildung auf Ackerland verdeutlicht das Ausmaß der Desertifikation, die die Ernährungssicherheit bedroht. Darüber hinaus gefährden militärische Angriffe in Russland und der Ukraine weiterhin den Getreideexportkorridor, was die Weizenpreise und Mais (+2,51 %) in die Höhe treibt.
- Kaffee: Arabica stieg um 3,19 % auf 266,90 UScents/lb aufgrund von Sorgen über das Angebot der Hauptproduzenten vor dem Hintergrund steigender Seefrachtkosten durch die Spannungen in der Straße von Hormus.
- Ausblick nächste Woche: Die Agrarpreise tendieren zur Seitwärtsbewegung oder zu leichtem Anstieg. Vietnamesische Unternehmen sollten die Schwankungen der Kautschukpreise und des Kaffees beobachten, um ihre Exportpläne anzupassen.
GRUPPE: Lebensmittel
Die Lebensmittelpreise bleiben stabil, bergen jedoch das Risiko einer kostentreibenden Inflation. Rindfleisch schloss die Woche bei 344,60 BRL/kg, während Schweinefleisch leicht um 0,78 % auf 98,75 USD/lbs stieg.
- Hintergrund: In den USA zeigen Berichte, dass der „Burger“ aufgrund steigender Inputkosten zunehmend zum Luxusgut wird. Das USDA warnt vor einem Rückgang der Rinderbestände in einigen Regionen, während die globale Logistik durch die Lage im Nahen Osten gefährdet ist.
- Vietnamesischer Markt: Der Bankensektor bemüht sich um ein zweistelliges Wirtschaftswachstum und stellt zehntausende Milliarden Dong an Krediten bereit. Dies könnte inländische Lebensmittel- und Viehzuchtunternehmen bei der Produktionserweiterung unterstützen, obwohl die Futtermittelkosten (wie Sojabohnen +1,3 %) leicht steigen.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
- Silber (+9,18 %): Dies war der stärkste Wert der Woche. Die Kombination aus industrieller Nachfrage im Halbleitersektor (im Zusammenhang mit Nvidia/Samsung) und dem Status als sicherer Hafen trieb den Silberpreis auf ein Rekordhoch.
- WTI-Rohöl (+4,2 %): Starker Anstieg aufgrund des Schreckgespensts einer Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, was das globale Ölangebot direkt bedroht.
- Kautschuk (+4,02 %): Starker Anstieg dank der Erholung der Automobilindustrie (mit Nachrichten, dass Thaco in Vietnam bald ein neues Modell auf den Markt bringt) und der stabilen Nachfrage aus China.
Prognose und Empfehlungen für die nächste Woche (18.05.2026 - 24.05.2026)
Trendprognose:
- Energie: Fortsetzung des AUFWÄRTSTRENDS. Die Spannungen in Hormus und Russland werden die Haupttreiber sein. Der Brent-Ölpreis könnte die Marke von 115 USD/bbl testen.
- Metalle: AUFWÄRTS für Gold und Silber; SEITWÄRTS für Basismetalle. Das Krisentreffen des südkoreanischen Premierministers zu Samsung deutet darauf hin, dass Instabilitäten in der Technologielieferkette die Nachfrage nach Edelmetallen beeinflussen könnten.
- Agrarprodukte: HOHE VOLATILITÄT. Die Wetterlage und Ankündigungen des USDA müssen genau beobachtet werden.
Zu beobachtende Risikofaktoren:
- Geopolitik: Jede tatsächliche militärische Aktion in der Straße von Hormus würde sofort einen globalen Rohstoffpreisschock auslösen.
- Finanzpolitik: Die Maßnahmen der Staatsbank von Vietnam zur Kapitalzufuhr zur Unterstützung des zweistelligen Wachstums werden sich auf Wechselkurse und Importpreise auswirken.
- Handel: Verhandlungen zwischen der Trump-Administration und Partnern in China und der EU werden die Ströme industrieller Materialien neu definieren.
Empfehlung: Export- und Importunternehmen in Vietnam sollten Absicherungsmaßnahmen (Hedging) ergreifen, um Risiken durch die starken Schwankungen der Wechselkurse und Rohstoffpreise vor dem Hintergrund der komplexen geopolitischen Lage zu minimieren.
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