Marktzusammenfassung Rohstoffe Woche 06.07.2026 - 12.07.2026
AI Market Digest
Der Rohstoffmarkt verzeichnete in der vergangenen Woche aufgrund eskalierender geopolitischer Spannungen in Osteuropa und gemischter Signale der Weltwirtschaft starke Schwankungen bei Agrarprodukten und Edelmetallen. Der zusammengesetzte Rohstoffpreisindex wurde direkt durch die Ankündigung der Ukraine beeinflusst, die Straße von Kertsch zu blockieren, sowie durch Angriffe auf russische Flotten, was Befürchtungen über Unterbrechungen der Energie- und Lebensmittelversorgung in der Schwarzmeerregion schürte. In Vietnam sorgen die Konzentration auf wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte wie die Van-Phuc-Brücke und die Nguyen-Tuan-Straße für neue Impulse für den heimischen Baustoffmarkt.
GRUPPE: Agrarprodukte
Die Preise für Kakao und Arabica-Kaffee führten in der vergangenen Woche aufgrund von Sorgen um das Angebot und internationale Logistikkosten den Anstieg bei den Agrarprodukten an. Konkret stieg der Kakaopreis am 12.07.2026 stark um 6,04 % auf 6.065,00 USD/mt, was deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 3.996,13 USD liegt. Ebenso verzeichnete Arabica-Kaffee einen stabilen Anstieg von 3,92 % und schloss die Woche bei 334,25 UScents/lb (entspricht etwa 193,5 Millionen VND/Tonne).
- Weizen und Mais: Der Weizenpreis stieg um 3,31 % auf 640,25 UScents/bu und Mais stieg um 2,4 % auf 438,00 UScents/bu. Der Hauptgrund ist der Russland-Ukraine-Konflikt, da die Ukraine Angriffe auf fast 30 russische Schiffe meldete, was den weltweit größten Getreideexportkorridor direkt bedroht.
- Kautschuk: Hielt sich stabil bei 217,20 JPY/kg (+0,46 %). In Vietnam zeigt der Kontext der Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Wohngebiete in Quang Ninh einen Trend zur Verringerung der traditionellen Anbauflächen, was das langfristige Angebot beeinträchtigen könnte.
- Reis: Der internationale Reispreis stieg leicht um 0,67 % auf 13,35 USD/CWT. Für 5%-Reis aus Vietnam und Thailand liegen in diesem Berichtszeitraum jedoch keine neuen Daten vor.
Einschätzung: In der kommenden Woche wird die Getreidegruppe weiterhin empfindlich auf Nachrichten über die Kampfhandlungen in der Straße von Kertsch reagieren. Es wird prognostiziert, dass die Weizenpreise und Maispreise ihren Aufwärtstrend fortsetzen könnten, falls sich die Situation im Seeverkehr nicht verbessert.
GRUPPE: Metalle
Der Edelmetallmarkt behält seine Attraktivität als sicherer Hafen, da der Goldpreis auf einem Rekordhoch von über 4.100 USD/toz bleibt. Zum Handelsschluss am 12.07.2026 erreichte der Weltmarktpreis für Gold 4.121,10 USD/toz (ca. 130,5 Millionen VND/Tael), ein leichter Anstieg um 0,07 %, wobei die stabile Position angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken durch den Iran und den Nahen Osten gewahrt blieb.
- Aluminium: Stieg um 1,95 % auf 3.146,30 USD/mt. Dieser Anstieg wird durch die Nachfrage aus Infrastrukturprojekten unterstützt. In Vietnam treibt das Bauministerium den Fortschritt einer Reihe wichtiger Verkehrsprojekte voran, was zusammen mit der Fertigstellung der Nguyen-Tuan-Straße und der Van-Phuc-Brücke eine stabile Nachfrage nach Aluminium und Industriemetallen schafft.
- Kupfer: Verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,45 % auf 625,15 UScents/lb. Der massive Aktienverkauf durch Toyota und der harte Wettbewerb in der chinesischen Elektrofahrzeugindustrie („Selbstzerfleischung“) haben Befürchtungen über eine Verlangsamung der verarbeitenden Industrie geweckt, was die Kupfernachfrage beeinträchtigt.
- Platin und Zink: Platin stieg um 1,46 % auf 1.651,90 USD/toz, während Zink um 0,41 % auf 3.614,30 USD/mt zulegte.
Einschätzung: Edelmetalle werden sich weiterhin im hohen Preisbereich seitwärts bewegen. Aluminium und Stahl könnten dank öffentlicher Investitionspakete und groß angelegter Sozialwohnungsprojekte (wie das Projekt mit 2.000 Wohnungen in Nghe An), die derzeit umgesetzt werden, leicht steigen.
GRUPPE: Energie
Die Rohölpreise weltweit schwankten in einer engen Spanne, tendierten jedoch aufgrund militärischer Aktivitäten gegen die maritime Transportinfrastruktur leicht nach oben. WTI-Rohöl stieg am 12.07.2026 um 0,93 % auf 71,41 USD/bbl und Brent-Öl um 0,38 % auf 76,01 USD/bbl. Die Ankündigung der Ukraine, die Straße von Kertsch zu blockieren, ist ein Schlüsselfaktor, der den Rückgang der Ölpreise verhindert, obwohl der weltweite Verbrauch noch keinen Durchbruch erzielt hat.
- Erdgas: Stieg um 2,39 % auf 2,94 USD/mmbtu. Obwohl der Monatsdurchschnitt bei 3,14 USD liegt, deutet die Erholung in dieser Woche darauf hin, dass der Angebotsdruck zurückkehrt.
- Kohle: Stieg um 1,04 % auf 128,60 USD/mt, was den Bedarf an Energiespeicherung für die industrielle Produktion während der sommerlichen Spitzenzeit widerspiegelt.
Einschätzung: Geopolitische Risiken in Russland und der Ukraine werden die größte Variable für die Energiegruppe bleiben. Sollte die Straße von Kertsch weiterhin blockiert bleiben, könnte der Brent-Ölpreis bald die Marke von 80 USD/bbl testen.
GRUPPE: Lebensmittel
Die Fleischpreise blieben trotz makroökonomischer Schwankungen und Entlassungswellen bei Großkonzernen wie Amazon stabil. Schweinefleisch wurde weltweit zu 94,78 USD/lbs (+0,48 %) gehandelt, während Hühnerfleisch 7,26 BRL/kg (+0,97 %) erreichte.
- Rindfleisch: Erreichte 326,65 BRL/kg (entspricht etwa 1,34 Milliarden VND/Tonne), ein leichter Anstieg um 0,6 % gegenüber Wochenbeginn.
- Psychologische Auswirkungen: Die Entlassung von 30.000 Amazon-Mitarbeitern und die Schwierigkeiten im Technologiesektor beeinträchtigen teilweise die Stimmung für Luxuskonsum, aber die Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln bleibt stabil.
Einschätzung: Bei der Lebensmittelgruppe sind in der kommenden Woche kaum sprunghafte Veränderungen zu erwarten. Die gestiegenen Logistikkosten aufgrund der Spannungen im Seeverkehr könnten jedoch die Importpreise für Lebensmittel auf dem vietnamesischen Markt leicht in die Höhe treiben.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
Kakao ist das überraschendste Produkt mit einem sprunghaften Anstieg von über 6 %, was den gravierenden Angebotsmangel aus den Hauptanbaugebieten widerspiegelt. Weizen steht ebenfalls im Mittelpunkt, da er direkt von den Angriffen auf Schiffe in der Straße von Kertsch betroffen ist, was dieses Produkt zu einem empfindlichen Indikator für die Kriegslage macht. Auf der anderen Seite zeigt Kupfer eine leichte Schwäche aufgrund der Instabilität in der Automobilindustrie und am japanischen Aktienmarkt (Toyota-Ereignis).
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (13.07.2026 - 19.07.2026)
Trendprognose: Der Rohstoffmarkt wird in der kommenden Woche weiterhin unter dem Druck geopolitischer Faktoren stehen. Die Energie- und Getreidegruppen könnten aufgrund von Risiken im Seeverkehr im Preis steigen. Die Industriemetallgruppe wird sich differenziert entwickeln, stark abhängig vom Tempo der Auszahlung öffentlicher Investitionen in großen Märkten wie Vietnam und China.
- Für produzierende Unternehmen: Es ist notwendig, proaktiv Verträge für Vorleistungsgüter (insbesondere Aluminium und Energie) abzuschließen, um das Risiko steigender Preise durch Unterbrechungen der Lieferkette in der Schwarzmeerregion zu vermeiden.
- Für Investoren: Gold bleibt ein sicherer Hafen, solange geopolitische Konflikte keine Anzeichen einer Entspannung zeigen. Der VN-Index und die Bewegungen am Aktienmarkt sollten genau beobachtet werden, um das Portfolio an derivativen Rohstoffen entsprechend anzupassen.
- Zu beobachtende Risiken: Entwicklung der Kampfhandlungen in der Ukraine, Handelspolitik gegenüber chinesischen Elektrofahrzeugen und Berichte zur weltweiten Beschäftigungslage nach der Entlassungswelle bei Amazon.
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