Wochenbericht zum Rohstoffmarkt 20.07.2026 - 26.07.2026
AI Market Digest
Der globale Rohstoffmarkt verzeichnete in der Woche vom 20.07. bis zum 26.07.2026 komplexe Schwankungen, die maßgeblich durch die eskalierenden geopolitischen Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten geprägt waren. Der Vorfall, bei dem Rumänien F-16-Kampfjets einsetzte, um eine russische Drohne (UAV) abzuschießen, sowie die Angriffe auf UAV-Produktionsstätten in Kiew ließen die Preise für Energie und strategische Agrarrohstoffe wie Weizen in die Höhe schnellen. In Vietnam lag der Fokus auf den weiterhin hohen Reisexportpreisen und den wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekten, die langfristig die Erwartungen an den Materialverbrauch stützen.
GRUPPE: Energie
Die weltweiten Rohölpreise verzeichneten aufgrund von Sorgen über Lieferkettenunterbrechungen in geopolitischen Brennpunkten eine beeindruckende Wochenbilanz. Brent-Rohöl schloss die Woche bei 98,38 USD/bbl (ein Anstieg um 2,29 %), während WTI-Rohöl 90,47 USD/bbl (ein Anstieg um 1,87 %) erreichte.
- Ursachen: Die Spannungen in der Straße von Hormus verschärften sich, nachdem der Iran die Zerstörung eines US-Militärflugzeugs verkündete. Zusammen mit der Tatsache, dass das US-Militär Pläne für Luftangriffe auf den Iran vorlegte (auch wenn Herr Trump diese vorerst nicht genehmigte), erzeugte dies einen enormen Aufwärtsdruck auf die Preise. Zudem führten russische Angriffe auf die Energie- und Produktionsinfrastruktur in der Ukraine zu Marktängsten hinsichtlich der Versorgung aus der Schwarzmeerregion.
- Erdgas: Der Preis für US-Erdgas erreichte 2,88 USD/mmbtu (ein Anstieg um 1,16 %), was den Bedarf an Energiebevorratung für die kommende Hochsaison vor dem Hintergrund der Instabilität widerspiegelt.
- Ausblick für die kommende Woche: Der Ölpreistrend dürfte weiterhin auf einem hohen Niveau von über 95 USD/bbl verharren, sofern die Zusammenstöße im Nahen Osten keine Anzeichen einer Entspannung zeigen.
GRUPPE: Agrarrohstoffe
Agrarrohstoffe zeigten eine starke Differenzierung, wobei Weizen und Kaffee die Wachstumsdynamik anführten. Weizen verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg um 2,62 % auf 678,00 UScents/bu, da die militärischen Aktionen in der "Kornkammer" Ukraine und Russland kontinuierlich eskalierten.
- Reis: Die weltweiten Reispreise blieben stabil bei 13,99 USD/CWT (ein Anstieg um 0,99 %). Bemerkenswert ist, dass die Reisexportpreise auf dem vietnamesischen Markt weiterhin auf einem hohen Niveau verharren, was die Position der vietnamesischen Agrarprodukte auf dem internationalen Markt trotz der schwierigen globalen Logistikbedingungen festigt.
- Arabica-Kaffee: Schloss bei 314,09 UScents/lb (ein Anstieg um 1,51 %). Die interessante Nachricht, dass niederländische Verbraucher bereit sind, 200.000 VND für eine Tasse vietnamesischen Filterkaffee zu zahlen, zeigt, dass die Anziehungskraft der vietnamesischen Kaffeemarke in Europa stark zunimmt, was die positive Stimmung für den Kaffeepreis unterstützt.
- Sonstige Waren: Kautschuk blieb stabil bei 219,30 JPY/kg (+0,41 %), während Kakao aufgrund von Lieferengpässen aus Westafrika stark um 1,41 % auf 5.376,00 USD/mt zulegte.
- Ausblick für die kommende Woche: Die Preise für Weizen und Mais könnten weiter steigen, falls der Getreidekorridor am Schwarzen Meer durch UAV-Angriffe bedroht wird.
GRUPPE: Metalle
Der Markt für Edelmetalle und Industriemetalle verharrte in einer Akkumulationsphase innerhalb einer engen Spanne. Gold behauptete seine Position als sicherer Hafen und schloss die Woche bei 4.052,00 USD/toz (ein leichter Anstieg um 0,06 %), was etwa 128.599.985 VND/Tael entspricht.
- Edelmetalle: Platin stieg um 1,46 % auf 1.651,90 USD/toz, während Silber stabil bei 57,98 USD/toz (+0,6 %) blieb. Investoren beobachten vorsichtig die militärischen Bewegungen zwischen der NATO und Russland, um ihre Portfolios anzupassen.
- Industriemetalle: Aluminium stieg um 0,83 % auf 3.165,10 USD/mt. In Vietnam sorgen Informationen über die Entwicklung von 12 dynamischen Städten in Bac Ninh und der Vorschlag von 30 Billionen VND für den Bau der Autobahn Bac Kan - Cao Bang für große Erwartungen hinsichtlich der Nachfrage nach Stahl und Aluminium im Infrastrukturbau für die zweite Jahreshälfte 2026.
- Ausblick für die kommende Woche: Der Goldpreis könnte den alten Widerstand durchbrechen, falls der Konflikt zwischen den USA und dem Iran unvorhersehbare neue Entwicklungen nimmt.
GRUPPE: Lebensmittel
Die Preise für frische Lebensmittel zeigten keine größeren Schwankungen, was ein vorübergehendes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage widerspiegelt.
- Schweinefleisch: Der weltweite Preis für Schweinefleisch erreichte 102,80 USD/lbs (ein Anstieg um 0,64 %). In Vietnam ist die Inlandsnachfrage stabil, jedoch führten kürzliche Lagerhausbrände in Hanoi zu lokalen Sorgen über die Lebensmittelversorgungskette im Norden.
- Rind- und Geflügelfleisch: Rindfleisch blieb stabil bei 344,20 BRL/kg (+0,13 %), Geflügelfleisch erreichte 7,16 BRL/kg (+0,42 %).
- Ausblick für die kommende Woche: Die Lebensmittelgruppe dürfte seitwärts tendieren, es sei denn, die Transportkosten (aufgrund steigender Ölpreise) beginnen sich spürbar auf die Einzelhandelspreise auszuwirken.
Die bemerkenswertesten Rohstoffe der Woche
Weizen und Brent-Rohöl waren die beiden repräsentativsten Rohstoffe der vergangenen Woche.
- Weizen (+2,62 %): Starker Anstieg aufgrund russischer Angriffe auf UAV-Produktionsstätten in Kiew und des Abschusses einer russischen Drohne durch Rumänien direkt an der NATO-Grenze, was Ängste vor einem umfassenden Krieg schürte, der den Getreideexport beeinträchtigen könnte.
- Brent-Rohöl (+2,29 %): Direkte Reaktion auf militärische Erklärungen in der Straße von Hormus durch den Iran und Produktionsunterbrechungen aufgrund des Krieges in der Ukraine.
Prognose und Empfehlungen für die kommende Woche (27.07.2026 - 02.08.2026)
Trendprognose:
- Energie: Starker Anstieg. Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten und in Osteuropa bleiben der Haupttreiber, der den Ölpreis in Richtung der 100-USD/bbl-Marke treibt.
- Agrarrohstoffe: Leichter Anstieg. Reis und Weizen werden auf hohem Niveau verharren. Vietnamesische Reisexportunternehmen sollten die guten Preise nutzen, aber auch die steigenden Logistikkosten aufgrund der Kraftstoffpreise berücksichtigen.
- Metalle: Stabil/Anstieg. Gold bleibt der bevorzugte sichere Hafen. Baumetalle in Vietnam könnten durch die beschleunigte Umsetzung von Autobahn- und Metroprojekten einen Aufschwung erleben.
Risikohinweis: Investoren sollten insbesondere die Entwicklungen in der Straße von Hormus und die Bewegungen der NATO an der ukrainischen Grenze verfolgen. Jede direkte militärische Aktion könnte den Rohstoffmarkt in einen Zustand extremer Volatilität versetzen. Für inländische Unternehmen hat das Management von Wechselkursrisiken und Energiekosten für die kommende Woche oberste Priorität.
Diese Analyse teilen: